
Andreas Schäfer
Letzter Akt
Roman, 212 Seiten,
gebunden
Erscheint: 10.03.2026
DuMont Buchverlag Köln
ISBN 978-3-7558-1185-5
„Sie stand im Licht der Scheinwerfer, Hunderte Menschen lauschten ihr, und doch packte sie der Neid auf Victors Freiheit. Er konnte Welten erschaffen, jenseits der Sprache, tun und lassen, was immer er wollte, während sie bis ans Ende ihrer Tage an Worte gefesselt war.“
London, 2005: Nach vielen Jahren beim Film steht die Schauspielerin Dora wieder auf einer Theaterbühne – mit Anfang vierzig kann sie auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Als sie nach der Premiere in einer Bar auf den Maler Victor trifft, ist sie fasziniert: Wer ist dieser Mann, der noch nie von ihr gehört hat? Dora sieht in diesem Kennenlernen eine Chance, sich zu verstecken: vor ihrer Mutter, die ständig aus Frankfurt anruft, vor ihrer Agentin, die sie überzeugen will, auch mal andere Rollen zu spielen, vielleicht auch vor ihrem unsympathischen Kollegen, der immer wieder ihre Grenzen testet. Nach einigen gemeinsamen Wochen beschließt Dora, dass Victor sie malen soll– doch als sie das Gemälde sieht, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg und lang vergessene Erinnerungen kehren zurück. Was glaubt Dora in dem Bild erkannt zu haben? ›Letzter Akt‹ zeigt meisterhaft das Zusammenspiel von Leben und Kunst und erzählt feinfühlig von einer Befreiung, die alles verändert.
…eine leise, intensive Liebesgeschichte, in der Ruhm, Angst vor dem Karriereende und ein dunkler Unterton unaufhaltsam auf einen Wendepunkt zusteuern.
Subtil und auf drei Zeitebenen spielt Andreas Schäfer … klassische Themen der Kunst durch: Illusion und Verstellung, Selbsterkenntnis und Erinnerung. Das Verhältnis von Kunst und Leben. Noch immer lässt sich aus diesem Stoff etwas Neues schöpfen.
Andreas Schäfer erzählt emphatisch und packend, eine Lektüre wie ein Film, der unter die Haut geht.
