Das Gartenzimmer

Das Gartenzimmer

Das Gartenzimmer. Roman. 352 Seiten. Dumont Verlag, Köln 2020

Ein Haus zwischen den Zeiten

Die Villa Rosen, ein neoklassizistisches Landhaus, wird 1909 von dem später zu Weltruhm gelangenden Architekten Max Taubert für einen Professor Adam Rosen und seine Frau Elsa entworfen. Als Frieder und Hannah Lekebusch Mitte der Neunzigerjahre das leer stehende Haus am Rande des Berliner Grunewalds entdecken, erliegen sie seinem verwunschenen Charme. In einer aufwendigen Restaurierung stellen die Lekebuschs den Originalzustand des Hauses wieder her, und schnell wird die neu erstrahlende Dahlemer Villa als »Kleinod der Vormoderne« zum Pilgerort für Taubert-Fans, Künstler und einflussreiche Journalisten. Und – wie schon in der Weimarer Republik und zur NS-Zeit – zum Spielball der Interessen. Sie wollten den alten Geist des Hauses wiedererwecken, doch mit den Auswirkungen des Ruhms und dem langen Schatten der Vergangenheit haben die Lekebuschs nicht gerechnet.

Kunst, Moral, privates Glück und Politik: ›Das Gartenzimmer‹ spannt einen Bogen von der Aufbruchsstimmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Weimarer Republik und die Herrschaft der Nationalsozialisten bis in die Gegenwart. Andreas Schäfer erzählt klug, feinfühlig und fesselnd vom Schicksal eines Hauses in Berlin-Dahlem und dem Leben derer, die sich seiner sirenenhaften Wirkung nicht entziehen können.

Stimmen

  • „In einer geschmeidig-feinfühligen Sprache erzählt Schäfer in ›Das Gartenzimmer‹ vom Zerfall einer Familie und der gespenstischen Präsenz der Vergangenheit.“
    Oliver Pfohlmann, TAGESSPIEGEL
  • „Andreas Schäfer lädt ein in ein ganz besonderes Gartenzimmer. […] Dass das Haus, seine Hüter und sein Erbauer frei erfunden sind, muss man sich dabei immer wieder vergegenwärtigen, weil Schäfer seine Geschichte, die sich fast über ein Jahrhundert spannt, geschickt entlang der realen Historie gebaut hat.“
    Iris Hetscher, WESER KURIER
  • „Schon als Raumkomposition ist dieser Roman überzeugend. Als Sprachraum zeugt er von enormer Könnerschaft. Wie im Sog des Geschichtlichen entwickeln sich die Protagonisten in ihrer je eigenen Zeitschicht ... Wäre das Buch ein Bauwerk, man wollte darin wohnen."
    Gerhard Matzig, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
  • Als Leser ziehe ich ein in dieses besondere Haus, das Andreas Schäfer in diesem Buch erbaut. Am Ende möchte ich es nicht verlassen.
    David Wagner